Aufruf laut VDV erneut deutlich überzeichnet - meistgelesen am 26. Februar 2026
Der VDV begrüßt die Förderung der E-Bus-Beschaffung durch den Bund und verweist darauf, dass es der Branche gelungen ist, die Anforderungen der CVD zu erfüllen.
Der Verband Deutscher Verkehrsunternehmen (VDV) hat die erteilten Förderzusagen des Bundes für Busse mit alternativen Antrieben begrüßt. Dies sei ein wichtiger Impuls für die Transformation. Mit den übergebenen Förderbescheiden schaffe der Bund »Verlässlichkeit, Tempo und ein klares Signal für die weitere Dekarbonisierung unserer Busflotten«, sagte VDV-Präsident Ingo Wortmann. Mit den Geldern aus dem 4. Förderaufruf können die Mehrkosten für rund 1900 Busse und die dazugehörige Lade- und Betriebshofinfrastruktur gefördert werden.
In diesem Zusammenhang wies der VDV darauf hin, dass »dieser Aufruf – wie die drei vorherigen – deutlich überzeichnet war«. Die hohe Nachfrage zeige, die Branche »will transformieren und setzt damit wichtige Wachstumsimpulse für die lokale Wirtschaft, das sehen wir in allen Regionen, in Stadt und Land«, so Wortmann. Die BMV-Begleitforschung zu den Förderprogrammen haben ergeben, dass über 90 Prozent der Fördermittel in europäische Firmen fließt. Gerade für die Infrastrukturmaßnahmen kommen oftmals deutsche und lokale Bauunternehmen zum Zuge.
Laut VDV konnten allerdings die Folgen des Förderstopps 2024 nur teilweise aufgefangen werden. Mit dem unerwarteten Auslaufen des Programms waren seinerzeit bundesweit rund 400 bereits geplante E-Busse nicht beschaffbar. Viele Unternehmen mussten ersatzweise Dieselbusse bestellen. Der Erwerb weiterer rund 1000 E-Fahrzeuge wurden um ein bis drei Jahre verschoben. »Dieser Rückschlag hat die Transformation verschoben und das Erreichen der Klimaziele unnötig verteuert«, so Ingo Wortmann.
Trotz der schwierigen Bedingungen sei es der Branche gelungen, die Anforderungen der europäischen Clean Vehicles Directive (CVD) zu erfüllen: In der ersten Beschaffungsperiode von 2021 bis 2025 mussten mindestens 21,5 Prozent der beschafften Busse emissionsfrei sein – tatsächlich liegt die Branche nach VDV-Analysen rund zehn Prozentpunkte über der Vorgabe. Wortmann betonte in diesem Zusammenhang auch: »Ohne die Bundesförderung wäre das nicht möglich gewesen – das muss man klar sagen.«
Im Bundeshaushalt 2026 sind erneut 420 Millionen Euro für ein weiteres E-Bus-Programm vorgesehen. Der VDV begrüßt diese Mittelansätze ausdrücklich und erwartet, dass darauf aufbauend im Jahr 2026 ein weiterer Förderaufruf gestartet wird – mit einem besonderen Schwerpunkt auf der Ladeinfrastruktur. »Die Elektrifizierung eines Busbetriebes entscheidet sich nicht am Fahrzeug, sondern am Betriebshof. Jede Investition in E-Busse braucht funktionierende, skalierbare und zukunftsfähige Infrastruktur. Hier muss der Bund den Schwerpunkt setzen«, so Wortmann.
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