Schienenersatzverkehr Hamburg-Berlin - meistgelesen am 5. März 2026
Die DB InfraGO hat Ecovista eine Frist zur sofortigen Abstellung der Mängel und Herstellung des vertragsgemäßen Zustands gesetzt. Auch erwägt sie die Beauftragung anderer Anbieter.
Aufgrund zahlreicher Beschwerden von Fahrgästen über den Einsatz alter Busse mit fehlenden Platzkapazitäten und unzureichender Fahrzielauskunft seit Sonntag setzt die DB InfraGO dem Auftragnehmer Ecovista eine Frist zur sofortigen Abstellung der Mängel und Herstellung des vertragsgemäßen Zustands. Dies teilte das Unternehmen mit.
Sollten nicht wieder umgehend vertragskonforme Fahrzeuge im Schienenersatzverkehr zwischen Hamburg und Berlin eingesetzt werden, werde die DB InfraGO zusammen mit den zuständigen Eisenbahnverkehrsunternehmen die umgehende Beauftragung anderer Schienenersatzverkehrsanbieter erwägen.
Gerd-Dietrich Bolte, Vorstand Infrastrukturplanung und -projekte der DB InfraGO: »Es ist nicht hinnehmbar, dass Ecovista unsere Fahrgäste zum Faustpfand für Vertragsverhandlungen mit uns oder seinem Leasinggeber missbraucht. Wir setzen alles daran, für die Fahrgäste eine zuverlässige und qualitativ hochwertige Lösung zu finden, aber wir lassen uns nicht erpressen. Die DB InfraGO hat den Auftragnehmer Ecovista abgemahnt und fordert, unverzüglich vertragskonforme Busse mit ausreichenden Platzkapazitäten und klarer Fahrzielauskunft einzusetzen. Angeblich sind die bisher genutzten Busse sogar noch vor Ort.«
Im Rahmen des Schienenersatzverkehrs rund um die Sanierung des Bahnkorridors Hamburg–Berlin haben DB InfraGO und die zuständigen Eisenbahnverkehrsunternehmen klare Standards vorgegeben. Die Busse zeichnen sich unter anderem durch ein einheitliches Design in verkehrspurpur, einheitliche Außenanzeigen sowie Systeme zur Reisendeninformation aus.
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