Landkreis Darmstadt-Dieburg - meistgelesen am 30. Juni 2026
Die Firmen FS Omnibus mit Sitz in Esslingen und SRW aus Schaafheim bedienen ab dem 1. Juli im Rahmen einer Interimsvergabe die ehemaligen Linien der insolventen Firma Heinrich Jungermann.
Im Landkreis Darmstadt-Dieburg mussten nach dem Ausfall des bisherigen Verkehrsunternehmens Jungermann kurzfristig neue Betreiber für die Buslinien BA1, BA2, BA3, BA4, BG1, BG2, BG3, GA, GU1, GU2, GU3, GU4, MD und ME gefunden werden.
Das Unternehmen hatte im März beim Amtsgericht in Darmstadt einen Antrag auf Eröffnung eines Insolvenzverfahrens gestellt. Anfang Juni habe sich schließlich gezeigt, dass der Betrieb der Buslinien durch die Firma Heinrich Jungermann aus Groß-Umstadt nicht aufrechterhalten werden könne.
Trotz des engen Zeitrahmens sei der Betreiberwechsel für alle Linien gelungen, teilten der Landkreis und die Darmstadt-Dieburger Nahverkehrsgesellschaft (Dadina) mit. Die Firma FS Omnibus (Fischle) übernimmt ab dem 01.07.2026 die Linien GA, GU1 bis 4, MD und ME. Die übrigen Linien werden ab demselben Datum von der SRW (Winzenhöler) bedient.
Der nahtlose Wechsel verdanke sich der engen Zusammenarbeit des Landkreises und der Dadina mit dem Regierungspräsidium Darmstadt. Denn die Vergabe von Linien dauere auf regulärem Weg mindestens 18 Monate. Auch die genannten Linien werden für Dezember 2027 durch die Dadina neu ausgeschrieben. Um den Busverkehr bis dahin zuverlässig weiterzuführen, sei innerhalb weniger Wochen die Interimslösung ermöglicht worden.
Aber auch die neuen Linienbetreiber hätten sich intensiv engagiert. »Beiden Unternehmen ist es gelungen, innerhalb kurzer Zeit die erforderlichen Fahrzeuge und vor allem auch die nötige Anzahl an Fahrern für unsere Linien zu stellen«, berichtet Vize-Landrat Lutz Köhler. »Das ist eine starke Leistung der Firmen Winzenhöler und Fischle und eine gute Nachricht für alle Fahrgäste in und um Groß-Umstadt, Babenhausen und Bachgau.«
Trotz des kurzfristigen Wechsels gelten alle Fahrpläne wie gehabt, ergänzt durch einzelne kleinere Aktualisierungen. »Wir sind sehr zufrieden damit, dass dieser Übergang so reibungslos abläuft«, erklärt Dadina-Geschäftsführer Jörg Gerhard. »Unsere Fahrgäste haben ein Recht auf ein stabiles Angebot. Und genau das können wir ihnen weiterhin anbieten.«