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 Der Verband Nordrhein-Westfälischer Omnibusunternehmen (NWO) warnt angesichts der drastischen Dieselpreissteigerungen vor Liquiditätsengpässen. Das Bild entstand am 23. März 2026 gegen 18:00 Uhr in Montabaur. ( Foto: Der Rote Renner )
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»Rhythmus von Preisanpassungen in Verkehrsverträgen verkürzen« - meistgelesen am 24. März 2026
Warnung vor Liquiditätsengpässen
Mittelständische Busbetriebe stehen aufgrund der Dieselpreisexplosion zunehmend vor enormen finanziellen Herausforderungen. Der NWO fordert Auftraggeber daher dazu auf, umgehend zu handeln.
Dies erklärte der Verband Nordrhein-Westfälischer Omnibusunternehmen (NWO) am 23. März in einer Mitteilung. Sollten die Preise weiter steigen, würden Liquiditätsengpässe drohen, welche die Existenz vieler Betriebe gefährden dürften. Deshalb müssen Auftraggeber jetzt handeln, fordert der Verband Nordrhein-Westfälischer Omnibusunternehmen. 

In seinem gestrigen Schreiben an alle Vorstände und Geschäftsführungen der VDV-Mitgliedsunternehmen in Nordrhein-Westfalen sowie die Landschaftsverbände Westfalen-Lippe und Rheinland weist der NWO auf die kritische Lage der Busbranche und der Auftragsunternehmen im Linien-, Schüler- und Behindertenverkehr hin und appelliert an die Auftraggeberseite, mit den Auftragsunternehmen kurzfristig in Verhandlungen über eine Kompensation der Treibstoffkostenexplosion einzutreten.

»Diese Preissteigerungen sind für unsere Betriebe kaum zu stemmen. Diesel macht in den meisten Unternehmen rund 20 Prozent der Betriebskosten aus, und innerhalb der vergangenen vier Wochen ist der Dieselpreis für Großverbraucher um mehr als 50 Prozent gestiegen«, sagt NWO-Geschäftsführer Christian Gladasch.

Die horrenden Kraftstoffkosten könnten laut dem Landesverband dazu führen, dass Busse im Linienverkehr, im Schülerspezialverkehr sowie in der Behindertenbeförderung aus finanziellen Gründen nicht mehr betrieben werden können. »Wenn das passiert, dann drohen Busse und Fahrgäste – darunter Schülerinnen und Schüler, Pendler auf dem Arbeitsweg, behinderte Menschen – stehenzubleiben. So weit darf es nicht kommen«, warnt Gladasch.

Der NWO empfiehlt daher, den Rhythmus bestehender Preisanpassungen in Verkehrsverträgen auf monatlich oder vierteljährlich zu verkürzen. In Verträgen, die keine regelmäßige Preisanpassung vorsehen, sollte ein befristeter Treibstoffkostenzuschlag vereinbart werden, so der NWO. Dieser würde aktiviert, sobald der Dieselpreis einen bestimmten Schwellenwert überschreitet. Gladasch: »Beide Maßnahmen sichern die Liquidität unserer Mitgliedsbetriebe und sind bereits nach Ausbruch des Ukraine-Kriegs im Jahr 2022 bereits angewandt worden. Jetzt ist der Zeitpunkt, um zu handeln.«
Von: Vera Wendlandt
Veröffentlicht am: 24.03.2026
Kategorien: Bus-Betrieb Verbände
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